
NIS2 steht für Network and Information Security Directive 2. Es handelt sich um eine EU-Richtlinie, die ein einheitlich hohes Cybersicherheitsniveau in Europa sicherstellen soll.
Im Gegensatz zur bisherigen NIS-Richtlinie verfolgt NIS2 einen deutlich verbindlicheren Ansatz:
Ziel ist es, Unternehmen widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe, IT-Ausfälle und Lieferkettenrisiken zu machen.
Die EU reagiert mit NIS2 auf eine veränderte Bedrohungslage:
Die bisherige NIS-Richtlinie wurde als zu eng gefasst und zu unverbindlich bewertet. NIS2 soll diese Lücken schließen und Cybersicherheit als dauerhafte Management-Aufgabe etablieren.
Eine zentrale Neuerung von NIS2 ist die massive Ausweitung des Anwendungsbereichs.
NIS2 betrifft Unternehmen, die
und in bestimmten Sektoren tätig sind.
NIS2 unterscheidet zwischen:
Beide Kategorien unterliegen ähnlichen Sicherheitsanforderungen, unterscheiden sich jedoch in der behördlichen Aufsicht.
Auch Unternehmen, die Dienstleister oder Zulieferer solcher Einrichtungen sind, geraten faktisch unter NIS2-Druck.
► Mehr Informationen finden Sie in unserem "Leitfaden NIS2 - Was mittelständische Unternehmen jetzt beachten müssen".
NIS2 verpflichtet betroffene Unternehmen zur Umsetzung eines angemessenen Risikomanagements für Informationssicherheit.
Unternehmen müssen Risiken für Netz- und Informationssysteme identifizieren, bewerten und minimieren.
Dazu zählen u. a.:
Die Richtlinie nennt beispielhaft Maßnahmen wie:
Wichtig: Es geht nicht um maximale, sondern um angemessene Sicherheit – abgestimmt auf Risiko, Größe und Geschäftsmodell.
Ein bewährter Ansatz besteht aus drei Schritten:
Gerade im Mittelstand ist es entscheidend, rechtliche Anforderungen und technische Realität sinnvoll zusammenzubringen.
niteflite unterstützt Unternehmen dabei, NIS2 strukturiert und wirtschaftlich sinnvoll umzusetzen:
Ziel ist eine stabile, sichere und auditfähige IT, die den Geschäftsbetrieb zuverlässig unterstützt.
NIS2 ist eine EU-Richtlinie zur Cybersicherheit. Sie verpflichtet Unternehmen dazu, ihre IT-Systeme besser vor Ausfällen und Cyberangriffen zu schützen und klare Prozesse für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen einzuführen. Ziel ist ein einheitlich höheres Sicherheitsniveau in Europa.
Ja. NIS2 betrifft viele mittelständische Unternehmen, insbesondere ab 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz, sofern sie in bestimmten Branchen tätig sind. Auch Dienstleister und Zulieferer können indirekt von den Anforderungen betroffen sein.
Der Aufwand hängt stark vom aktuellen Stand der IT-Sicherheit ab. Unternehmen mit bestehenden Strukturen müssen diese meist erweitern, andere müssen grundlegende Maßnahmen neu aufbauen. NIS2 ist dabei kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess.